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Willkommen an der VHS Jena

heißen wir die neue Fachbereichsleiterin Sprachen.

Fachbereichsleiterin Sprachen Aglaya Weidner ©VHS

Am 1. November hat Frau Aglaya Weidner ihre Tätigkeit als Fachbereichsleiterin Sprachen an der VHS Jena aufgenommen.

Ich möchte Ihnen unsere neue Kollegin etwas genauer vorstellen.

Luck:
Herzlich willkommen als neue Kollegin an der VHS Jena, liebe Frau Weidner. Obwohl, so neu sind Sie ja gar nicht an unserer Einrichtung. Wenn ich es richtig sehe, sind Sie seit 2008 als Kursleiterin für Spanisch und Englisch bei uns tätig und haben schon über 100 Kurse gegeben.

Weidner:
Vielen Dank Frau Luck für Ihr herzliches Willkommen. Das stimmt, ich bin bisher an der VHS Jena als Dozentin tätig gewesen. Aus dieser schönen Erfahrung habe ich vieles gelernt, auch viele Türen haben sich dadurch für mich geöffnet, und meine Kollegen und Sie haben mir immer gezeigt, wie es ist, an einem Ort zu arbeiten, wo man sich geschätzt fühlt und motiviert ist, neue Sachen in den beruflichen Praxis auszuprobieren und sich weiter zu entwickeln. 

Luck:
Was unsere Leser an diesem Text natürlich nicht so genau ablesen können, das ist Ihr Herkunftsland. Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihr Heimatland und Ihre Zeit dort?

Weidner:
Mein Ursprungsland ist Kolumbien. Ich bin in Bogotá geboren und lebte dort bis zu meinem 27. Lebensjahr. In Bogota bin ich aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe ein Lehramtsstudium in den Fächer Englisch und Spanisch an der Universidad Distrital „Francisco José de Caldas“ absolviert. (Wer war Francisco José de Caldas? Die Erläuterung finden Sie am Ende des Textes.) In Kolumbien habe ich eine große Vielfalt an Möglichkeiten zu lernen erlebt. Dabei habe ich viele Menschen, auch aus anderen Ländern, kennengelernt, die mich für mein Leben geprägt haben. Kolumbien war für mich wie ein Tor zur Welt. Als ich dort war, dachte ich, ein universeller Mensch zu sein. Es war einfach faszinierend, so vieles zu lernen. Es war wie eine Reise in eine andere Welt, aber in meinem eigenen Land. Kolumbien ist das Land, wo Tradition im Herzen bleibt, alles möglich ist, extrem vielfältig und wie der Phönix aus der Asche: immer neu. Das definiert meine kolumbianische Seele, und diese Vision hat für mein Leben in jeder Hinsicht vieles ermöglicht.
Zum Beispiel: Als Lehrerin habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die mir auch die Möglichkeit eröffneten, ins Ausland zu gehen. So habe ich während meines Studiums ein Praktikum als Lehr-Assistentin für Spanisch an der Grundschule Robbinsdale, Spanish Immersion School in Minnesota, U.S.A., abgeschlossen. Durch Erfahrung habe ich für meinen Beruf als Lehrerin sehr viel gelernt. Es hat mich auch sehr positiv geprägt, weil sich dort meine eigene Philosophie des Lehrens und Lernens in der Praxis gebildet hat, ganz besonders, als ich Bruder Johnson, Psychologe an der University of Minnesota, kennengelernt und von ihm selbst das Kooperative Lernen gelernt habe.
Danach, im Jahr 2005, kehrte ich nach Kolumbien zurück und habe Englisch an einer kolumbianisch-amerikanischen Institution unterrichtet. Außer meiner dortigen Tätigkeit als Dozentin war ich Lehrer-Trainerin und Tutorin. Dort habe ich mich auf Lernstrategien spezialisiert. Danach arbeitete ich an der Universidad de La Sabana als English-Dozentin und Koordinatorin der englischen Mittelstufe. Parallel zu dieser Tätigkeit habe ich diplomatische Mitarbeiter/-innen in der englischen Sprache unterrichtet

Luck:
Wann und warum sind Sie nach Deutschland gekommen? Welche Stadt war Ihre erste Station? Und was hat Sie hier gehalten?

Weidner:
Die Liebe hat mich nach Deutschland gebracht. Ich habe meinen Mann 2007 kennengelernt, 2008 bin ich nach Deutschland gekommen. Mein Mann stammt aus Wichmar, einer kleinen Gemeinde, die zur Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg im Saale-Holzland-Kreis gehört. Dort war meine erste Station und es ist mein Wohnort bis heute. Aber Jena ist die Stadt, die mich zuerst herzlich willkommen hieß. Die VHS hat mir meine erste Stelle als Honorardozentin für Spanisch und English angeboten. Danach, meine Kinder wurden hier geboren, ist Jena ein Stück meines Herzens geworden. Durch meine Familie und meine Arbeit, habe ich Deutsch gelernt und mich in Deutschland eingelebt. Jetzt bin ich Thüringerin.

Luck:
Man könnte sagen, dass Sie die Seiten wechseln, für Sie stehen jetzt Kursplanung und –organisation, Beratung, Kursleitergewinnung und Kursformate mehr im Vordergrund. Welche Erfahrungen als Kursleiterin können Sie dabei mit einbringen?

Weidner: 
Ich denke, dass jeder Mensch etwas zu lehren hat und dass man von jedem etwas lernen kann. Das gleiche möchte ich in meiner Praxis als Sprachenfachbereichsleiterin einbringen, auch aus meiner Erfahrung als Dozentin. Im Umgang mit unseren Mitmenschen habe ich die Kommunikation und ihre Offenheit gelernt. Meine Teilnehmer und meine Kollegen haben mir das Gefühlt gegeben, hier willkommen zu sein. Das genau möchte ich auch weiter geben, auch wenn ich insbesondere an die neuen Dozenten denke, die, so wie ich einmal, heute ihre Tätigkeit an der VHS Jena beginnen.
Als Dozentin in der VHS Jena, wurde es mir ermöglicht, in verschiedenen Bereichen des Lehrens mich zu entfalten. Präzise das ist es, was ich meinen hauptberuflichen Kollegen und unseren Dozenten weiter geben kann, so, dass sie sich willkommen fühlen, wie ich mich hier fühle. Teamarbeit ist für mich an erster Stelle und das wichtigste ist, Hand in Hand zu arbeiten. Alles andere lerne ich dabei, weil man nie fertig ist, etwas zu lernen.

Luck:
Als Fachbereichsleiterin hat man ja auch einen inhaltlichen Spielraum. Welche Akzente möchten Sie im Sprachenbereich setzen. Welche Ideen haben Sie?

Weidner:
Wie Sie es schon erwähnt haben: Der Fremdsprachenbereich ist vielfältig, aber bevor ich über neuen Ideen spreche, möchte ich sagen, dass die langjährige Tradition unserer Institution in der Lehre der Fremdsprachen für mich von großer Bedeutung ist. Meiner Ansicht nach können wir vieles aus unserer Erfahrung lernen. Was ich sehr bewundere ist, dass unsere Lehre immer flexibel gewesen ist sich der Zeit anpasst.
Dies bedeutet, dass die VHS Jena im Fremdsprachenbereich sich immer bemüht, progressiv und innovativ zu sein. Das sind die Basis und der Ausgangspunkt für mich als Fremdsprachen-Fachbereichsleiterin. Deswegen möchte ich gerne einen konstanten Ideen-Austausch mit meinen Kollegen führen. Das Ziel ist neue Ideen als Team zu entwickeln. Ich schätze sehr die wertvolle Erfahrung unserer Dozenten und möchte sie festhalten. Sie repräsentieren uns als Institution, deswegen, denke ich, ist es wichtig ihre Erfahrung als erstes zu berücksichtigen. Zweitens: Team-Arbeit und Kommunikation werden die Werkzeuge sein, die uns verbinden werden. Ich möchte für unsere Fremdsprachen-Dozenten da sein, möchte ihnen helfen in allem, was ich kann. Dafür möchte ich, dass sie wissen, dass ich für sie da bin. Mein Ohr wird immer offen für ein Gespräch sein, für die Lösung von Problemen, für Ideen, Entwicklung, Unterrichtsplanung und für jeden Bereich, wo ich als Mensch und pädagogische Mitarbeiterin von Hilfe sein kann. Das, denke ich, ist mein Akzent: Team-Arbeit, so, wie unsere Institution es immer macht, voneinander lernen und zusammen gestalten.

Luck:
Wie und wann kann man Kontakt mit Ihnen aufnehmen, denn Ihre Stelle ist ja eine Teilzeitstelle?

Weidner:
Ich bin montags, mittwochs und freitags im Büro der VHS Jena, Grietgasse 17a, zu erreichen, aber auch telefonisch unter der Nummer 03641 49-8211. Wenn jemand ein Gespräch mit mir führen möchte, bitte ich darum, mich nachmittags ab 14 Uhr oder freitags zwischen 9:00 und 11:00 Uhr zu erreichen.

Luck:
Liebe Frau Weidner, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und hoffen, dass Sie uns mit Ihrer Fröhlichkeit und Begeisterungsfähigkeit oft genug anstecken.

Weidner:
Danke für das Kompliment! Ich muss sagen, die VHS Jena hat mich immer herzlich empfangen und immer motiviert, deswegen fühle ich es als eine Ehre hier zu sein in einer 100-jährigen Institution, die so vieles bewirkt hat. Ich bedanke mich für Ihre Herzlichkeit, sowie die Herzlichkeit meiner Kollegen, die mich bisher so hilfreich unterstützt haben und es mir ermöglicht haben in Jena zu sein und von ihnen zu lernen. An alle Menschen, die mir hier begegnet sind, sage ich Danke!

Francisco José de Caldas y Tenorio (4. Oktober 1768*  Popayán – 29. Oktober 1816┼ in Bogotá): Er war einer der ersten Wissenschaftler Kolumbiens. In jungen Jahren hat er ein Studium in Latein und Philosophie in Popayán unter der Leitung von Felix Restrepo absolviert, danach ist er 1788 nach Santa Fé de Bogotá umgezogen. Dort hat er sein Jurastudium in Colegio Mayor Nuestra Señora del Rosario absolviert. Nach dieser Zeit führte er die wirtschaftlichen Aktivitäten seiner Familie weiter, in seiner Freizeit studierte er autodidaktisch Botanik. Daraufhin nahm er an der Real Expedición Botánica (Königliche botanische Expedition) teil. Dort hatte er Kontakt zu José Celestino Mutis und durfte Alexander von Humboldt auf seiner Expedition begleiten. Caldas Beitrag zur Wissenschaft in Kolumbien und Lateinamerika war die Erkenntnis, dass das neue Wissen der Zeit in Europa auch für Kolumbien und Lateinamerika von große Bedeutung war. Er erkannte, wie wichtig Wissenschaft für die Entwicklung der neuen amerikanischen Länder war und wie viel Wissen entstehen konnte. Es war wie ein intellektuelles Erwachen in den ersten Jahren der neuen Republik im heutigen Kolumbien. Später hat er sich an der Unabhängigkeitsbewegung Kolumbiens beteiligt und wurde hingerichtet

 

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