Volkshochschule Jena
Eine Einrichtung von JenaKultur.
Grietgasse 17a
07743 Jena
Tel. +49 3641 49-8200
Fax +49 3641 49-8205
volkshochschule@jena.de
Leitung und Pressekontakt
Dr. Angela Anding
Tel. +49 3641 49-8210
angela.anding@jena.de
Werkleitung
Friedrun Vollmer
Carsten Müller
Jana Gründig
Öffnungszeiten
Montag 10 - 16 Uhr
Dienstag 13 - 16 Uhr
Mittwoch 10 - 13 Uhr
Donnerstag 13 - 18 Uhr
Freitag 10 - 12 Uhr
Ferienöffnungszeiten
Montag 10 - 16 Uhr
Dienstag 13 - 16 Uhr
Mittwoch 10 - 13 Uhr
Donnerstag 13 - 16 Uhr
Freitag geschlossen
Warum heißen unsere Räume so?
Im Jahr 1928 unternahm Adolf Reichwein, der Leiter der Volkshochschule Jena in den 1920er Jahren, eine besondere Reise: die sogenannte Nordlandfahrt. Diese Reise war Teil seines reformpädagogischen Unterrichts – also eines Unterrichts, bei dem das Lernen durch Erleben und Mitmachen im Mittelpunkt stand. Dass das Erleben zum legendären Erlebnis einer Fahrt mit Irrungen und Wirrungen wurde, hatte sich beim Start niemand vorgestellt …
Raumbenennung als Projekt
Wir – Allegra Stiehl (Bundesfreiwillige) und Tina-Marie Wolke (Freiwillige im Kulturellen Jahr) in 2024/2025 an der vhs Jena – haben uns von dieser Reise inspirieren lassen. Im Rahmen eines eigenen Projektes haben wir uns der Aufgabe gestellt, die bis dahin lediglich nummerierten Seminarräume im vhs-Seminarzentrum in der Grietgasse 6 nach ausgewählten Stationen der Nordlandfahrt zu benennen.
Wer war Adolf Reichwein?
Dr. Adolf Reichwein (1898 – 1944) war Pädagoge, Erwachsenenbildner, Historiker und Kulturpolitiker (SPD). Im Jahr 1925 gründete er in Jena ein sogenanntes „Jungarbeiterheim“ als Lebens- und Bildungsort in einem Wohnhaus in der heutigen Beutenbergstraße 8. Hier lebten junge Arbeiter, u. a. des Schott- und Zeiss-Werkes. Unterstützt wurde dies von der Zeiss-Stiftung.
Reichwein wurde am 20. Oktober 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet: Als Mitglied der Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“ und geplanter Kultusminister im Nachkriegskabinett hatte er aktiv gegen das NS-Regime gearbeitet.
Was hat es mit der Nordlandfahrt auf sich?
Im Jahr 1928 reiste Reichwein mit einer Gruppe junger Menschen von Jena aus nach Skandinavien – zu Fuß, mit Fahrrad, Zug und Schiff. Die Reise war Abschluss eines Jahrgangs im Jungarbeiterheim am Beutenberg und hatte ein wesentliches Ziel: Lernen durch eigenes Erleben. Draußen in der Natur, im Austausch mit anderen Kulturen und im gemeinsamen Zusammenleben sollte Wissen entstehen: praktisch und lebendig.
Die Reise führte sie unter anderem nach Kopenhagen, Roskilde, Helsingör, Oslo, Hammerfest, Lappland, Kiruna, Wyborg, Oulu und am Ende nach Helsinki.
Warum diese Raumnamen?
Unsere Räume tragen die Namen von ausgewählten Orten, die auf der Nordlandfahrt besonders wichtig waren. Sie stehen für gemeinsames Lernen, Naturerfahrungen und kulturellen Austausch. Und sind das nicht wunderbare Motive der Arbeit der Volkshochschulen?
Mehr Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und den einzelnen Orten finden Sie unter den Nachfolgenden Feldern:
09:30 - 10:30 Uhr
Lutherhaus Jena - Hügelstraße 6a
„Adolf Reichwein – seine Ideen zur Politischen Bildung an der vhs Jena“
Vortrag & Gesprächsrunde über Reichwein und sein Wirken in Jena
18:30 - 20:30 Uhr
vhs Seminarzentrum, Grietgasse 6
“Politische Bildung in Thüringen zwischen 1919 und 1932"
Vortrag von Pierre Schmuck (Uni Freiburg)
Seminarraum 1
Reichwein besuchte in Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks, das Parlament, das seinen Sitz bis heute im Schloss Christiansborg hat.
Die Gruppe besuchte auch den Fischmarkt. Diesen gibt es nicht mehr. Dafür kann man in legendären Fischrestaurants einkehren.
Seminarraum 2
Die Volkshochschule in Roskilde, die Reichweins Gruppe damals besucht hat, existiert in dieser Form nicht mehr.
Stattdessen gibt es nun ein neues Erwachsenenbildungszentrum in Roskilde. Es heißt „Roskilde Festival Højskole“.
Seminarraum 3
Auf Reichweins Reise besuchte er auch die Volkshochschule in Helsingör.
Heute befindet sich dort das „International People’s College“. Die Stadt ist vor allem durch Shakespeares „Hamlet“ bekannt.
Seminarraum 4
Adolf Reichwein besuchte das Kraftwerk ,,Solbergfoss‘‘ in der Nähe von Oslo.
Seit 1924 nutzt das Kraftwerk Solbergfoss Wasserkraft. Der Fluss Glomma, der längste Fluss Norwegens, staut sich auf. Es wandelt Wasserenergie in Strom um.
Seminarraum 5
Reichwein kam bis zur damals nördlichsten Stadt der Erde, Hammerfest, und bis zum Nordkap. Die nördlichste Stadt ist heute aber Honningsvǻg in Norwegen.
In dem Gebiet gibt es heute tolle Wanderwege und Plätze zu besichtigen, z. B. den Salen-Hügel.
Seminarraum 6
Die Gruppe von Reichwein verliert sich in den Mooren von Lappland.
Heutzutage gibt es in den Mooren viele sichere Wanderwege. Mit ein wenig Glück kann man dort auch Polarlichter sehen.
Seminarraum 7
Reichwein machte in Kiruna Station, um in einer Bank Geld zu holen.
Kiruna ist die nördlichste Stadt Schwedens. Dort wird seit 1890 Eisenerz abgebaut. Es ist das größte und modernste unterirdische Eisenerzbergwerk der Welt. Die Abbaufläche liegt 775 m unter der Erde.
Seminarraum 8
Reichwein machte in Kiruna Station, um in einer Bank Geld zu holen. Kiruna ist die nördlichste Stadt Schwedens.
Dort wird seit 1890 Eisenerz abgebaut. Es ist das größte und modernste unterirdische Eisenerzbergwerk der Welt. Die Abbaufläche liegt 775 m unter der Erde.
Seminarraum 9
In Oulu besuchte die Gruppe mit Reichwein eine Arbeiterschule. Heute hat Oulu eine der größten Universitäten in Finnland.
Seminarraum 10
Auch die Hauptstadt Finnlands, Helsinki, war Teil der Nordlandfahrt. Reichwein besuchte dort u. a. die bis heute sehr bekannte Schokoladenfabrik FAZER – ein finnisches Familienunternehmen, das auf traditionelle Rezepte und hochwertige Rohstoffe Wert legt.
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